Hier sind einige Tips,
wie Du mit Deinen Heißhungerattacken umgehen könntest

Protokolliere eine Zeitlang so detailliert wie möglich, was Du von morgens bis abends zu Dir nimmst.
Eßprotokoll zip-Datei zum downloaden (3 Blätter zum Ausdrucken im tif Format)
Registriere nicht nur Deine Heißhungerattaken, sondern auch Dein sonstiges Eßverhalten. Bei den meisten wird deutlich, daß sie nicht nur auf ihre Heißhungerattaken, sondern auch unabhängig davon ein gestörtes Eßverhalten haben.
Ziehe jeden Abend Bilanz im Hinblick auf Häufigkeit, Art und Zeitaufwand Deiner Heißhungerattaken sowie des sonstigen Eßverhalten.
Stelle Dein Gewicht fest. Bestimme, ob Du zunehmen oder abnehmen, oder Dein Gewicht halten möchtest.
Lege zunächst ein Zielgewicht fest von mindestens 10 Prozent unter Deinem Idealgewicht. ( Das gilt für Bulimiker die stark abgenommen haben!!)
Halte jede Vereinbarung, die Du mit Dir triffst, schriftlich fest.
Bestimme die Nahrungsmenge, die Du pro Tag zuführen möchtest, nach Deinem Ausgangsgewicht. Sie sollte zwischen 1000 und 2500 kcal liegen.
Wiege die Nahrung, die Du dir zuführst nicht ab. Rechne die Kalorienmenge nicht exakt aus.
Lerne wieder Mahlzeiten einzunehmen, ratsam wären 3 Hauptmahlzeiten, und 3 Zwischenmahlzeiten
Esse in jedem Fall an einem gedeckten Tisch mit Messer und Gabel. Esse außerhalb der Mahlzeiten nichts.
Wiege Dich zunächst täglich. Fange dann allmählich an, Dich von der Waage zu lösen, und wiege Dich dann nur 3 Mal, dann 1 Mal pro Woche und schließlich nur noch 1 Mal im Monat.
Trage Dein Gewicht in einer Gewichtskurve ein.
Protokolliere täglich Dein Verhalten entsprechend den von Dir definierten Teilschritten.
Frage Dich bei den nicht erreichten Zielen nach dem Grund:
Hast Du Dich genügend engagiert? War der Schritt, den Du gewählt hast zu groß?
Nehme Dir für heute vor, daß Du Dein Essen nicht mehr entwendest, weder zu Hause noch in einem Geschäft. Nimm Dein Taschengeld, Deine Ersparnisse, oder jobbe, um es zu bezahlen.
Frage Dich vor jedem Freßanfall nach dem Grund. >>Fresse<< ich aus
Gewohnheit?
Aus einem Gefühl der Leere?
Weil ich mich geärgert habe?
Frage Dich nach Alternativen für eine Heißhungerattacke.
Siehe Liste angenehmer Aktivitäten
Frage Dich dann noch einmal, ob Du Deinen Freßanfall abhalten willst oder nicht. Vielleicht fällt Dir doch noch was besseres ein.
Vermeide bewußt vertraute Freßzeiten. Zum Beispiel wenn Du aus der Uni kommst, von der Arbeit, oder am Abend vor dem schlafen gehen. Lege Deinen Freßanfall in eine Zeit, die Dir ungewohnt ist.
Variiere Deine Nahrung. Kaufe nicht mehr die Nahrung, die Du immer für Deine Heißhungerattacken bevorzugt hast.
Reduziere in kleinen Schritten die Menge.
Esse nicht mehr auf dem Fußboden oder vor dem Eisschrank, sondern stelle die Speisen, die Du essen willst, auf den Tisch, und esse mit Messer und Gabel. Versuche Deinen Freßanfall vorzeitig zu unterbrechen. Frage Dich zwischendurch immer wieder, ob es notwendig ist, daß Du alles ißt was auf dem Tisch steht?
Entscheide Dich vor der Heißhungerattacke, ob Du danach erbrechen willst oder nicht. Wenn Du bereit bist, die Folgen Deiner Völlerei zu tragen, wirst Du die Menge, die Du Dir zuführst automatisch reduzieren.
Kaufe, wenn Du alleine lebst, nur noch die Nahrungsmengen ein, die Du für 1 Tag benötigst. Vermeide Vorräte im Haus zu haben.
Verbiete Dir, außerhalb der üblichen Geschäftszeiten einzukaufen. Etwa am Bahnhof oder in einem Kiosk.