ein Name ist Shalleen, und ich bin am 09.05.1975 geboren worden. Aufgewachsen bin ich in Westfalen zusammen mit meinen Eltern und meinen 2 älteren Brüdern. Meine Eltern haben sich getrennt, als ich 6 Jahre alt war. Mit 11 Jahren bin ich zusammen mit meiner Mutter nach Köln gezogen. Mein ältester Bruder hat sich daraufhin ein eigenes Leben aufgebaut. Mein anderer Bruder ist ebenfalls umgezogen, wegen seinem Studium. Als ich 13 Jahre alt war, hat er sich umgebracht. Das war für mich ein großer Verlust, da er mir zu Hause immer geholfen hat, wenn meine Mutter wieder zu viel getrunken hat. Zu Hause wurde es immer unerträglicher für mich, da ich ja schließlich noch lebte, und für meine Mutter nicht das Perfekte Kind war, wie mein Bruder. Ein weiteres Jahr später verlor ich auch noch, daß was ich am liebsten hatte: Meine Oma. Sie war nicht meine Großmutter, sondern hatte den Stellenwert einer Mutter. Bis zum heutigen Tag ist meine Mutter Alkoholikerin, was dann auch der Auslöser war, mit 14 Jahren freiwillig in ein Heim zu gehen. Jahrelang wurde ich von ihr geschlagen und gedemütigt. Es folgten 2 turbulente Jahre für mich: Abgehauen, Alkohol und Drogen. Mit meinem Vater habe ich überhaupt keinen Kontakt, weil er es für sich ablehnt. Mit 16 Jahren bin ich dann in die eigene Wohnung. Es war meine erste richtige Chance meinem Leben doch noch einen Sinn zu geben. Alkohol und Drogen waren ab da für mich Vergangenheit. Es gelang mir dort endlich auf dem 2. Bildungsweg meinen Hauptschulabschluß und dann meine Mittlere Reife zu erlangen. Mit 19 Jahren bin ich auf die Höhere Handelsschule gegangen um mein Fachabitur zu bekommen. Ich rutschte dort am Anfang recht schnell in die Magersucht ab. 3 Monate vor meiner Prüfung ging es mir dann so schlecht, daß ich krank geschrieben worden bin. Daraufhin fing ich mit einer Therapie an, weil ich erkannte, daß ich wohl ein "Problem" habe. Die ambulante Therapie brachte zuerst gar nichts, so daß ich stationär behandelt werden mußte. Ich war damals in Prien am Chiemsee in der Klinik Roseneck. Während meiner stationären Therapie nahm ich dann auch an Gewicht zu. Doch kaum war ich wieder zu Hause, hungerte ich wieder.

Es folgten insgesamt noch 2 Jahre der völligen Hoffnungslosigkeit meinerseits. Ich war gefangen in diesem Teufelskreis. Doch so langsam hat sich bei mir was getan bezüglich meiner Therapie, so daß ich heute ein "gesundes Gewicht" habe. Mich so zu akzeptieren wie ich bin, fällt mir häufig noch schwer,- dann würde ich am liebsten wieder von vorne mit dem abnehmen anfangen. Aber mein Ziel ist es heute "gesund" zu werden, von daher werde ich meine Hoffnung und mein Kämpfen nicht dran geben! Unterstützung von meiner Mutter habe ich in all den Jahren leider nie bekommen, sondern lediglich noch mehr Steine zwischen die Füße. Meine Eßstörung die ich entwickelt hatte, will meine Mutter nicht akzeptieren. Sie sagt, ich würde mir die ganzen Dinge einfach nur aus ausdenken, um sie als "schlechte Mutter" hinzustellen, die versagt hat. Ich habe mich heute von diesen ganzen Vorwürfen distanziert, und es fällt mir von Tag zu Tag leichter. Das mein Vater mich so ablehnt, finde ich zwar manchmal immer noch sehr verletzend, aber ich lerne auch damit zu leben.

Was ich gerne mit dieser Homepage bezwecken möchte?! Ich möchte gerne zeigen, daß es sich lohnt für sein Leben zu kämpfen, egal wie es mal angefangen hat.