Was geschieht in einer Therapie?

evor Du mit einer Therapie anfängst, solltest Du Dir eines ganz klar machen: Ziel ist es nicht, "das Traumgewicht" zu halten, oder Hunger- und Fressattaken weiterhin ausgeliefert zu sein. Das ist eine falsche Erwartungshaltung. Das Thema Gewicht war lange genug in Deinem Leben an 1. Stelle. Ziel ist es, jetzt sich von diesem belastendem Druck freizumachen. Es geht unter anderem darum wieder zu lernen sich vernünftig zu ernähren. Diese Umstellung kann mehrere Wochen dauern und man braucht Geduld dazu. Klar ist es möglich, daß man während der Therapie einige Kilos zunehmen wird. Aber das ist kein Drama, da die meisten von den Betroffenen sowieso unter ihrem Normalgewicht liegen. Sinn ist es zu akzeptieren, daß eine eventuelle Gewichtszunahme, als wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem normalen Eßverhalten und zur Stabilisierung des körperlichen Befindens dienen. Anders ausgedrückt, wie soll man ein Haus einrichten, wo die Grundstruktur nicht steht? Gar nicht! Das geht nun mal nicht. Aber natürlich geht es in einer Therapie nicht nur um das Thema Essen. Eine Eßstörung ist Ausdruck eines tiefsitzenden psychischen Problems. Die sogenannte Spitze des Eisberges. Es wird in der Therapie versucht, der Wurzel des Problem auf die Spuren zu kommen, und es dann natürlich effektiv zu bearbeiten. Ziel ist es das Selbstwertgefühl zu stärken, den Umgang mit anderen Menschen zu trainieren, lernen negativen Gefühlen Luft zu machen, wie zum Beispiel: Ärger, Trauer, Wut, etc.